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Schulwegsicherheit – Lenkung von Elterntaxis

Vom erfolgreichen Pilotprojekt zu weiteren Standorten

Die Strassen ums Schulhaus Blindenmoos sind für die Kinder sicherer geworden und die Fahrten der Elterntaxis können besser gelenkt werden. Nach dem Erfolg des Pilotprojekts beim Schulhaus Blindenmoos macht die Gemeinde im Frühjahr 2026 den nächsten Schritt.

Neue Schulweg-Signalisation auf der Strasse zur Sicherheit von Schulkindern.

Das Thema der Elterntaxis, das heisst der Autofahrten, um Kinder zur Schule zu bringen oder abzuholen, beschäftigt Gemeinde, Schulen und Kantonspolizei seit einigen Jahren. Solche Fahrten gefährden diejenigen Kinder, die zu Fuss oder mit dem Velo unterwegs sind. Die Wirkung von Informationskampagnen alleine ist nicht überall ausreichend. Die Gemeinde testete deshalb beim Schulhaus Blindenmoos vom Herbst 2024 bis zum Frühling 2025 einen Massnahmen-Mix (siehe Massnahmen unten). Ziel ist, die Schulwegsicherheit zu erhöhen und die Elterntaxis zu lenken, so dass gefährliche Situationen reduziert werden.

Das Fazit der Massnahmen ist positiv: die Schulwegsicherheit hat sich spürbar verbessert. Es sind weniger Elterntaxis unterwegs, sie halten und wenden mit wenigen Ausnahmen
nicht mehr in den kritischen Bereichen direkt vor der Schule, sondern meist in den Kiss&Ride-Zonen. Die Massnahmen beim Schulhaus Blindenmoos werden beibehalten und auch für andere Könizer Schulhäusern geprüft. Als nächstes ist das Schulhaus Buchsee an der Reihe, wo zahlreiche Elterntaxis ebenfalls für gefährliche Verkehrssituationen sorgen.

Schulhaus Buchsee

Im April 2026 setzt die Gemeinde Köniz beim Schulhaus Buchsee ähnliche Massnahmen um wie im Pilotprojekt Blindenmoos (siehe Massnahmen unten). Auf dem Lilienweg gilt künftig ab der Kreuzung Buchseeweg bis zur Kreuzung Mösliweg ein Fahrverbot, Fahrten von Anwohnerinnen und Anwohnern sind weiterhin gestattet. Am Mösliweg wird eine Kiss&Ride-Zone für Autos markiert. Zudem gibt es eine Velo-Kiss&Ride-Zone direkt vor der Schule: diese ist reserviert für Eltern, die ihre Kinder mit dem Velo zur Schule bringen.

Schulhaus Blindenmoos

Der Test der Massnahmen lief von Herbst 2024 bis Frühling 2025. Das Projekt wurde begleitet und ausgewertet: Fachleute beobachteten, wo die Elterntaxis halten und wenden, und zählten, wie viele trotz des Fahrverbots immer noch in die Schwandenhubel fahren, um Kinder ein- oder aussteigen zu lassen. Das Fazit: Die Kiss & Ride-Zonen werden gut
akzeptiert und meist korrekt genutzt. Die Elterntaxis lassen sich lenken. Nur ein kleiner Teil der Personen, die Kinder zur Schule fahren, hält sich nicht an die neuen Regeln.
 
Damit sich die Massnahmen langfristig bewähren, braucht es weiterhin regelmässige Kommunikation an die Eltern und eine Zusammenarbeit von Gemeinde, Schule, Elternrat
und Anwohnerinnen und Anwohnern. Ebenso braucht es Informationen und Kontrollen durch die Polizei.
 

Neue Regeln und neue Gestaltung auf den Strassen um die Schulhäuser

Kern der neuen Verkehrsregeln ist ein Fahrverbot auf den Strassen direkt vor den Schulhäusern. Es sind nur noch Fahrten von und zu Anwohnerinnen und Anwohnern
(Zubringerdienst) gestattet. Elterntaxis sind mit der neuen Signalisationstafel explizit verboten. Ebenso ist ein Halteverbot ausserhalb der Parkfelder signalisiert.

Die Strasse wird ausserdem farblich gestaltet, was verdeutlicht, dass Kinder hier zur Schule gehen oder mit dem Velo fahren. Für diese farblich gestaltete Strasse verwendet
die Gemeinde den Begriff der «Könizer Schulstrasse». Zur Schulstrasse gehört erstens der Schriftzug «Schule», der am Anfang und am Ende des gesperrten Bereichs auf dem
Asphalt zu lesen ist. Zweitens gehören farbige Kreiselemente auf der Fahrbahn dazu.

An einzelnen Stellen wird die Strasse auch durch Markierungen und Pfosten verengt. Eine Verengung ist für die Kinder hilfreich, da der Weg über die Strasse kürzer wird und sie besser geschützt und sichtbar sind.

Kiss & Ride für Eltern

Manchmal gibt es gute Gründe, warum ein Kind zur Schule gefahren werden muss. Für diese Fälle entstehen in Nebenstrassen Kiss & Ride Zonen. Hier können Eltern oder
andere Betreuungspersonen kurz anhalten, um sich von ihren Kindern zu verabschieden oder um sie einsteigen zu lassen.
Diese Zonen sind jedoch keine Parkplätze, auch nicht kurzzeitig.
 

Zusammenarbeit mit der Schule

Die Verkehrsplanung der Gemeinde Köniz arbeitet bei den Projekten zur Erhöhung der Schulwegsicherheit mit der jeweiligen Schulleitung zusammen. Die Schulen bringen sich
auch in die Auswertungen ein.

Ausserdem engagiert sich die Verkehrsplanung in der Kommunikation: Eltern sowie Schülerinnen und Schüler werden aktiv informiert und sensibilisiert, zum Beispiel an Elternabenden und über Klapp, der gängigen App für die Kommunikation der Schule mit den Eltern.

Mit Flugblättern, Plakaten und einer Begehung informiert die Gemeinde auch Gewerbe sowie Anwohnerinnen und Anwohner direkt über die Gründe für das Fahrverbot und die Gestaltungsmassnahmen.

 

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