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Köniz per Velo, die Schweiz zu Fuss

Als Wanderleiter haben Marcel (87) und Grety Altorfer (80) viele Könizerinnen und Könizer zum Wandern animiert – im Alltag sind sie hingegen eher auf dem E-Bike anzutreffen. Zwei Einblicke.

Foto von Marcel (87) und Grety Altorfer (80) im Garten von ihrem Haus
Der Garten als Ausgangspunkt für Ausflüge – zu Fuss oder mit dem Velo. Foto: Regine Strub

Marcel Altorfer

«Während gut 20 Jahren haben meine Frau und ich gemeinsam die Wandergruppe Thomas geleitet. Jeden Monat boten wir eine Wanderung an, ins Wallis, in den Jura, ins Berner Oberland oder in die Ostschweiz. Die Wanderungen haben uns in fast alle Teile der Schweiz geführt. Nur im Tessin waren wir mit der Gruppe nie, das ist für einen Tagesausflug zu weit. Ich bin vor einem Jahr zurückgetreten, meine Frau ist noch immer dabei. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind mit uns älter geworden. So mussten wir auch die Wanderungen stets dem Alter anpassen. Mit den Jahren wurden sie kürzer, die Steigung und das Gefälle weniger.

Meine Frau und ich haben früher oft auch grosse Velotouren gemacht, inzwischen sind auch hier die Wege etwas kürzer geworden. Wir sind jeweils mit unseren E-Bikes unterwegs, die wir uns vor etwa zehn Jahren gekauft haben. Auf dem Velo fühle ich mich noch immer sehr wohl. Allerdings finde ich, dass der Verkehr stark zugenommen hat. Wenn wir im Garten unseres Hauses an der Sägestrasse arbeiten, versteht man manchmal das eigene Wort nicht mehr vor lauter Autos und Lastwagen. Inzwischen haben wir uns zwar daran gewöhnt, aber es dürften schon ein paar weniger sein.»

Grety Altorfer

«Ich wandere seit jeher sehr gerne. Wenn ich mit der Wandergruppe unterwegs bin, dann geht es aber auch immer ums Gesellschaftliche, ums Zusammensein. Jede Wanderung sind wir im Vorfeld mindestens einmal abgelaufen, manchmal auch zwei- oder dreimal. Bei elf Wanderungen pro Jahr kommen da etliche Kilometer zusammen.

Obwohl ich sehr gerne wandere, bin ich im Alltag eher selten zu Fuss unterwegs. Viel lieber nehme ich das Velo, mein E-Bike. Gerade für den Einkauf ist das praktisch, so muss ich keine schweren Taschen nach Hause tragen, sondern kann sie bequem im Körbchen verstauen. Manchmal wird mir aber der ganze Verkehr etwas zu viel. Wenn ich auf dem Velostreifen fahre und ein Bus an mir vorbeibraust, dann wird mir etwas mulmig. Es kommt vor, dass ich kurz anhalte. Es wäre gut, wenn die Velowege etwas breiter wären. Das gäbe mir zusätzliche Sicherheit.

Das Autofahren haben mein Mann und ich schon lange aufgegeben. Als Ergänzung zum E-Bike besitzen wir ein GA. Den Bus haben wir fast vor der Haustür, und der Bahnhof ist auch nicht weit. Köniz ist also ein guter Ort, um eine Wanderung oder eine Reise zu beginnen.»

Autorin: Lisa Stalder

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