Junge ebnen Älteren den Weg
Sie selber sind jung, fit und gut zu Fuss. Doch sie alle kennen Menschen, die nicht mehr gut gehen können oder auf einen Rollator oder den Rollstuhl angewiesen sind. Für sie haben sechs Schülerinnen und Schüler einer Könizer Pull-out-Klasse nach hindernisfreien Spazierrouten gesucht – und diese rund um das Zentrum von Köniz gefunden. Drei Vorschläge.
Anna und CIP (beide 11) – Gemütlicher Weg an den Hühnern vorbei
«Wir haben eine Route gefunden, die ältere Leute mit einem Rollator oder Menschen im Rollstuhl machen können. Es ist ein gemütlicher Weg, ohne Absätze und Treppen, Kieswege und steile Steigungen, dafür mit vielen Sitzgelegenheiten.
Am besten startet man im Stapfen Köniz, wo auch der Schlusspunkt ist. Am Anfang führt der Weg am Altersheim mit guten Sitzgelegenheiten, der Katholischen Kirche und der Bibliothek vorbei. Später führt er durch die Schlossstrasse. Er ist ziemlich gemütlich, der Strassenverkehr ist nicht zu hören und die Strassen sind friedlich.
Beim Altersheim ist es möglich, vom Bänkli aus die schönen Hühner und Wellensittiche zu bewundern. Der Weg ist nicht so anstrengend und man ist immer an der frischen Luft. Wem dieser Weg zu lang ist, der kann auch die Abkürzung durch den Sonnenweg nehmen.»
Elia (12) und Luan (11) – Mit dem Rollstuhl zum Ententeich
«Für Leute im Rollstuhl ist es schwierig, schöne Rundfahrten zu machen, denn in Köniz gibt es etwa 10 000 Absätze. Deshalb haben wir eine Route herausgesucht, wo kein einziger Absatz zu finden ist. Auch auf unserem Weg kommt man am Altersheim vorbei, da findet man immer jemanden zum Schwatzen.
Wenn man aber Ruhe braucht, kann man auch einfach die Kanarienvögel und Hühner in der Voliere bestaunen. Danach geht es weiter in Richtung Liebefeld, da ist es ziemlich flach und ruhig. Später gibt es zwei Varianten: eine für muskulöse Rollstuhl-Stosser und eine für weniger ausdauernde Stosser. Egal, welchen Weg man geht, man kommt zu einer Bank, wo man sich ausruhen kann. Danach geht man durch das Quartier beim Liebefeld Park.
Anschliessend kommt man zum Ententeich und Bistro. Dort hat es eine Rollstuhlrampe, damit man mit dem Rollstuhl auf die Terrasse fahren kann. Später geht man den gleichen Weg wieder zurück. Der Rundgang ist 2,88 Kilometer lang und es gibt drei Sitzgelegenheiten.»
Maurice (10) und Lorin (9) – Ein Spazierweg für Fitte
«Wir haben eine Route ausgesucht, die für fitte Rentner ist. Es hat eine kurze Steigung, aber auch immer wieder Sitzmöglichkeiten. Die Route beginnt im Zentrum und geht an der Gemeindeverwaltung vorbei und über die Bahngleise in Richtung Badi. Bei der Kreuzung geht es den Stutz hoch und dann am Schulhaus Buchsee vorbei und dann auf der anderen Seite, dort bei der Gärtnerei, wieder runter. Von dort geht es zurück zum Zentrum.
Auf unserer Karte haben wir die Sitzmöglichkeiten eingezeichnet. Übrigens wollten wir von älteren Leuten, die wir getroffen haben, wissen, was für sie schwierig ist. Es ist nicht für alle gleich. Die einen finden Absätze schwierig, andere
haben Mühe, wenn es rauf oder aber runter geht. Da sieht man, dass nicht für alle das Gleiche gut ist.»
Aufgezeichnet von Lisa Stalder
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